Digitalisierung: Vor- und Nachteile

– Melissa Larbig

Es gibt sicher kaum mehr jemanden, der heute nicht mit ihr konfrontiert ist: der Digitalisierung. Ob im Beruf oder im Privaten, die Digitalisierung ist in unserem Leben angekommen. Wenige „Trends“ haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen so großen Einfluss auf unsere Lebens- und Arbeitsbereiche gehabt. Von der Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren oder wie wir einkaufen bis zu der Art, wie wir gemeinsame Meetings wahrnehmen. Obwohl Deutschland insgesamt große Fortschritte beim Thema Digitalisierung macht, gibt es dennoch Steigerungspotenzial. Denn im internationalen Vergleich liegt Deutschland teilweise weit hinter anderen Nationen zurück. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir das Thema Digitalisierung, gehen konkret auf ihre Vor- und Nachteile ein und auch darauf, wie die Corona-Pandemie die Digitalisierung beeinflusst hat.

Was versteht man eigentlich unter Digitalisierung?

Digitalisierung umfasst – allgemein beschrieben – das Umwandeln von analogen Informationen, Inhalten oder Prozessen in digitale Formate, um diese anschließend verarbeiten und speichern zu können. Ein ganz simples Beispiel: Ein Blatt Papier wird eingescannt und künftig im PDF-Format genutzt. Viele kennen diesen Prozess sicher aus dem Arbeitsleben. In einigen Unternehmen sind bereits viele oder sogar alle Unterlagen digitalisiert, andere Organisationen sind davon noch weit entfernt. Denn eines ist klar: Das Vorantreiben der Digitalisierung ist immer mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Nutzung digitaler Technologien kann jedoch langfristig gesehen einen positiven Wandel für die Arbeitsprozesse und eine höhere Effizienz der Arbeit bedeuten. Sie bietet Chancen und Optionen, die Art zu arbeiten und zu leben positiv zu beeinflussen.

Typische Beispiele

• Heutzutage werden einfach E-Mails versandt, früher hat man noch ganz klassisch einen Brief geschrieben

• Früher wurden Filme oder Serien auf einer DVD oder Kassette abgespielt, heute kann man alles ganz einfach über das Internet streamen

• Anstatt eine Überweisung am Bankautomaten zu tätigen, nutzen viele Menschen heutzutage das Online-Banking

• Auch das Werben ist einfacher geworden: Anstelle von Plakaten, die zum Beispiel an Litfaßsäulen angebracht wurden, nutzt man heutzutage Werbemodelle wie Social Media (Google,       Facebook, Instagram etc.)

• Natürlich ist auch das Shoppen wesentlich einfacher geworden: Heute muss man nicht zwingend in Läden, sondern kann seinen Einkauf ganz einfach in Online-Shops tätigen

• Im Arbeitsleben werden Präsenz-Besprechungen häufig durch Online-Meetings über Zoom oder Teams ersetzt

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf die Digitalisierung?

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung sicherlich einen Schub verpasst. Viele Organisationen haben ihre Investitionen in sie gesteigert. Die Lockdowns haben dafür gesorgt, dass die Menschen ihre Gewohnheiten und regelmäßigen Abläufe verändert haben. So sind zum Beispiel einige auf das Online-Shopping oder Online-Banking umgestiegen. Auch die Verbreitung des mobilen Arbeitens ist durch die Pandemie enorm angestiegen. War das Homeoffice für viele Unternehmen vor einigen Jahren noch kein Thema, bietet heute nahezu jede Firma ihren Mitarbeitenden diese Möglichkeit an. Während der Pandemie sind viele Menschen insgesamt „digitaler“ geworden.

Digitalisierung: Pros und Contras

Es liegt auf der Hand, dass die Digitalisierung einige Vorteile und Verbesserungen mit sich bringt, die das Leben einfacher gestalten können. Aber sie hat auch einige Nachteile.

Vorteile der Digitalisierung

Zeit- und Kostenersparnis: Unternehmen können durch die Prozessoptimierung auf lange Sicht Geld und Zeit sparen. Insgesamt können Abläufe vereinfacht und effizienter gestaltet werden.

Weniger Verfälschungen: Digitale Daten können auch durch mehrfache Verarbeitung nur schwer verfälschen. Bei entsprechenden Maßnahmen bleibt die Original-Datei immer gleich.

Schutz von Originalen: Analoge Originale können durch die Nutzung von digitalen Kopien geschont werden und verlieren dadurch nicht an Qualität.

Höhere Flexibilität: Die Digitalisierung hat gerade beim mobilen Arbeiten einen positiven Einfluss gezeigt. Mitarbeitende können durch das Homeoffice ganz einfach und flexibel von zu Hause arbeiten.

Nachteile der Digitalisierung

Zeit- und Kostenfaktor: Auf lange Sicht können Unternehmen zwar Zeit und Geld einsparen. Zu Beginn allerdings ist die Umstellung auf digitale Strukturen erstmal mit einem enormen Maß an Arbeit sowie mit hohen Kosten verbunden. Auch die Weiterbildung der Mitarbeitenden nimmt viel Zeit in Anspruch.

Hohe Anforderungen: Die Digitalisierung verursacht in vielen Bereichen einen schnell fortschreitenden Wandel. Es ist nicht immer einfach, hier mitzuhalten.

Cyberangriffe: Die Digitalisierung bietet eine Angriffsfläche für verschiedenste Cyberattacken. Fremde können einfacher in Systeme eindringen und Prozesse beeinflussen.

Fazit: Viele positive Veränderungen, aber auch einige Herausforderungen

Die Vorteile der Digitalisierung überwiegen deutlich. Besonders seit den frühen 2000er-Jahren hat die Digitalisierung für einige Erleichterungen, Innovationen und Chancen gesorgt. Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen profitieren enorm von den Fortschritten, die die immer digitaler werdende Welt mit sich bringt. Durch neue Arbeitszeitmodelle oder auch den E-Commerce wird die Flexibilität der Menschen erhöht.

Jedoch gilt es auch, die Herausforderungen stetig im Blick zu behalten – gerade die Schnelllebigkeit kann sich zum Nachteil der Digitalisierung entwickeln.

Einen weiteren interessanten Blogbeitrag zum Thema „Homeoffice“ können Sie hier lesen!